VTS-ID/8265

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URN: urn:nbn:de:bsz:289-vts-82656

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Titel Zieldefinition und Zielerreichung in der medizinischen Fachliteratur
Autor / Hrsg. Fieweger, Patrick
Dokumentart Dissertation
Institution Universität Ulm.  Medizinische Fakultät
DDC-Sachgruppe Medicine & health (ddc:610)
Schlagwörter
(): Schlagwortschema
Literaturauswertung (SWD)
Medical literature (MeSH)
Therapieplan (SWD)
Therapy; Aims and objectives (MeSH)
Treatment outcome; Evaluation (MeSH)
Zieldefinition (custom)
Zielerreichung (custom)
Sprache deutsch
Jahr der Erstellung 2011
VTS-Veröffentlichung 23.11.2012
Statistik 130 Zugriffe seit 23.11.2012
Abstract Diese Arbeit untersuchte, ob und in welchem Umfang in der wissenschaftlichen Literatur eine Definition der Behandlungsziele erfolgt und inwieweit das Erreichen dieser Ziele geprüft wird. Hierzu wurden 50 zufällig ausgewählte medizinische Publikationen aus der PubMed-Datenbank auf ihre beschriebenen und angestrebten Ziele hin analysiert. Es wurde untersucht, ob diese erreicht werden konnten bzw. ob sich dadurch einen Mehrwert für den Patienten ergab. Die Ziele wurden in explizite und implizite Ziele unterteilt, wobei ersteres die tatsächlich im Artikel benannten Ziele und letzteres die nicht beschriebenen, jedoch angestrebten Ziele der Autoren darstellten. Zusätzlich erfolgte die Analyse der klinischen Relevanz, welche den Nutzen für den Patienten aus der erfolgten Intervention angibt. Nach Analyse der Publikationen zeigt sich, dass alle Studien explizit ein Ziel definiert hatten. 38 % der Publikationen zeigten jedoch Mängel bei der expliziten Zielerreichung. Dies waren unstrukturierte Studiendesigns mit zum Teil notwendigen, aber fehlenden Vergleichsgruppen, unbalancierte Vergleichsgruppen und nicht eindeutig nachvollziehbare definierte explizite Ziele. 26 % der Publikationen benötigten die zusätzliche Definition eines impliziten Ziels, da das explizite Ziel die tatsächlich zu untersuchende Maßnahme nicht ausreichend beschrieb. Weiterhin zeigten 50 % der Publikationen eine eventuelle oder keine klinische Relevanz in Bezug auf ihre beschriebene Intervention und sind somit im klinischen Alltag als bedenklich einzustufen, da der Nutzen für den Patienten als sehr gering zu bewerten ist. Daraus lässt sich schließen, dass in der aktuellen medizinischen Fachliteratur weder die Zieldefinition noch die Beschreibung der Zielerreichung etabliert ist. Beide Dimensionen sollten jedoch eingeführt werden, um zu verhindern, dass an Stelle prospektiv definierter Ziele zufällig beobachtete Ergebnisse als wissenschaftlich fundierte Evidence publiziert werden.

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