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VTS-ID/5774
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URL: http://vts.uni-ulm.de/doc.asp?id=5774
URN: urn:nbn:de:bsz:289-vts-57740
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Optionale Metadatenformate: RIS-Export | oai_dc | XMetaDissPlus(v1.3) | xMetaDissPlus(v2.0)
| Titel | Todesursachen in Ulmer Leichenpredigten des 17. Jahrhunderts |
| Autor / Hrsg. |
Seidel, Sonja Christine
|
| Dokumentart | Dissertation |
| Institution | Universität Ulm. Medizinische Fakultät |
| DDC-Sachgruppe |
Medicine & health (ddc:610)
|
| Schlagwörter (): Schlagwortschema |
Barock (SWD)
Leichenpredigt (SWD) Medicine. History. Germany. Ulm. 17th century (MeSH) Medizingeschichte <Fach> (SWD) Necrologies (LCSH) Ulm (custom) |
| Sprache | deutsch |
| Jahr der Erstellung | 2006 |
| Signatur | Z: J-H 11.371 ; W: W-H 9.480 |
| VTS-Veröffentlichung | 21.12.2006 |
| Statistik |
2874 Zugriffe seit 21.12.2006
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| Abstract | Gedruckte christliche Leichenpredigten waren eine Literaturform zwischen 1550 und 1750, die von Martin Luther ausging und deren ursprüngliche Intention die Grabrede der Ober- und Mittelschichten war. Die Leichenpredigt enthält den Lebenslauf des Verstorbenen mit Beschreibung von Krankheitsverläufen und der Sterbestunden. Eine Auswertung der Predigten hinsichtlich ihrer medizinischen Aussagen wurde bisher kaum vorgenommen und ist Ziel dieser Untersuchung. Die Predigten waren vornehmlich für eine wohlhabende Personengruppe bestimmt. Zwei Drittel der Predigten wurden für Männer verfasst. 94 Prozent der Fälle ließen auf eine Todesursache schließen. Die häufigste Todesursache mit einem Drittel der Fälle waren Infektionskrankheiten, ein weiteres Drittel machten jeweils zur Hälfte Apoplex und Herzinsuffizienz aus. 20 Prozent der Frauen insgesamt und etwa 50 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter verstarben im Kindbett. Männer verstarben häufiger durch äußere Ursachen. Die Kindersterblichkeit in Ulm lag gemäß den untersuchten Leichenpredigten für Familien bei rund 50 Prozent unabhängig von der Anzahl der Kinder in der Familie. Quervergleiche unterstreichen den repräsentativen Stellenwert der Leichenpredigten: Die Analyse der Ulmer Leichenpredigten zeigt hohe Kongruenz mit deutschlandweiten Untersuchungen der Forschungsstelle für Personalschriften in Marburg, einer Untersuchung aus der Mark Brandenburg aus den sechziger Jahren und mit einigen Sterbedaten der heutigen Zeit. |
Dateien
Anzahl der Teildokumente: 1
| Teildokument | Format | Zertifikat / Hash |
|---|---|---|
| vts_5774_7686.pdf Dateigröße: 9295 kByte 212 Seiten | application/pdf | PGP-Signatur: DH/DSS Zertifikat MD5-Hash: 6139876a0034f44b40855e0789919c7b |
